Lernen Sie den Goblin kennen, ein kompakter Jagdflugzeugentwurf aus dem Kalten Krieg zur Eskorte von Bombern

Lernen Sie den Goblin kennen, ein kompakter Jagdflugzeugentwurf aus dem Kalten Krieg zur Eskorte von Bombern
Lernen Sie den Goblin kennen, ein kompakter Jagdflugzeugentwurf aus dem Kalten Krieg zur Eskorte von Bombern (Foto: United States Air Force)

Der XF-85 Goblin wurde während des Kalten Krieges als ultrakompaktes Jagdflugzeug entwickelt, das in einem Bomber untergebracht und bei Bedarf für Eskorteaufgaben eingesetzt werden konnte.

Der Goblin, der Ende der 1940er-Jahre von McDonnell Aircraft entwickelt wurde, war als sogenannter „Parasitenjäger“ konzipiert, der im Bombenschacht des strategischen Bombers Convair B-36 Peacemaker mitgeführt werden sollte – eines Bombers mit für seine Zeit beispielloser Reichweite.

Er war eines der kleinsten jemals gebauten Jagdflugzeuge, mit nur 4,5 Metern Länge, 6,4 Metern Spannweite und einem Gewicht von etwa 2,27 Tonnen. In der Theorie sollte der Goblin aus dem Bombenschacht gestartet werden und Eskorten in Gebieten übernehmen, die herkömmliche Jagdflugzeuge nicht erreichen konnten.

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(Foto: United States Air Force)

Das kleine Jagdflugzeug war mit einem Westinghouse J34-WE-7-Turbojet ausgerüstet, der ihm eine Reisegeschwindigkeit von 362 km/h und eine maximale Einsatzdauer von 30 Minuten verlieh.

Die Bewaffnung bestand aus vier M2 Browning-Maschinengewehren im Kaliber .50, die zur Selbstverteidigung gegen feindliche Abfangjäger vorgesehen waren.

Die Idee war genial, doch in der Praxis warf das Design des Goblin erhebliche Fragen hinsichtlich Praxistauglichkeit und Sicherheit auf – insbesondere aufgrund des fehlenden Fahrwerks.

Falls ein erneutes Andocken an den Bomber misslang, konnte der Goblin nur eine Bauchlandung durchführen, ein Manöver, das als äußerst riskant galt.

Das Konzept wies zudem weitere Schwächen auf, darunter den am Bomber installierten Trapezmechanismus, mit dem der Goblin ausgesetzt werden sollte. Vorgesehen war, dass das Jagdflugzeug im Flug freigegeben wird, feindliche Flugzeuge abfängt und anschließend zum Bomber zurückkehrt, um sich erneut am Trapez einzuklinken.

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(Foto: United States Air Force)

Die durch die Bewegung des Bombers verursachte Turbulenz führte jedoch während der Testflüge zu erheblichen Schwierigkeiten. Beim Versuch des Andockens wurde der Goblin häufig durch starke Luftströmungen aus der Bahn geworfen, und viele Rückholmissionen endeten in Not-Bauchlandungen.

Während des Testprogramms endete etwa die Hälfte der Flüge mit solchen Notlandungen infolge gescheiterter Andockversuche. Trotz der guten Wendigkeit des Goblin in der Luft ließen diese operativen Probleme viele Piloten an der Durchführbarkeit des Programms zweifeln.

Trotz in einigen Bereichen vielversprechender Leistungen wurde der Goblin als zu riskant für eine weitere Entwicklung angesehen, und das Projekt wurde 1949 nach nur wenigen Jahren Erprobung offiziell eingestellt.

Heute sind die beiden erhaltenen Prototypen des XF-85 Goblin im National Museum of the United States Air Force in Ohio sowie im Strategic Air Command & Aerospace Museum in Nebraska ausgestellt.

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(Foto: United States Air Force)

Fotos: United States Air Force. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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